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Vorsorge

Arten der Vorsorge

Mit Vorsorge (Prävention) sind alle Massnahmen gemeint, welche das Risiko für eine Krankheit verkleinern. Dazu gehören in der Medizin die primäre, sekundäre und tertiäre Prävention:

Unter primärer Prävention versteht man die Förderung der Gesundheit und die Verhütung von Krankheit durch Beseitigung eines oder mehrerer ursächlicher Faktoren. Beim Melanom gehören alle Massnahmen dazu, damit weniger neue Melanome entstehen. Wir nehmen an, dass ein konsequenter Sonnenschutz präventiv (vorbeugend) ist. Andere Risikofaktoren des Melanomes sind nicht beeinflussbar und damit keiner Prävention zugänglich.

Unter sekundärer Prävention versteht man die Krankheitsfrüherkennung. Es geht darum, Krankheiten in der präklinischen Phase, wenn subjektiv noch keine Beschwerden (Symptome) wahrgenommen werden, mit bestimmten Untersuchungsverfahren aufzufinden. Auch bei Hautkrebs ist eine sekundäre Prävention möglich. Dazu gehört die vorsorgliche Hautuntersuchung, welche durch Sie selbst, Ihren Arzt oder Hautarzt durchgeführt wird. Weite Informationen zur Früherkennung finden Sie unter "Diagnose". Andere Untersuchungen wie Bluttteste, Röntgen u.a. ermöglichen keine Prävention/Früherkennung.

Die tertiäre Prävention hat die Aufgabe, bei eingetretener Krankheit ein Fortschreiten bzw. eine Rezidivbildung (Wiederauftreten) zu verhüten. Die tertiäre Prävention ist auch beim Melanom möglich. Dazu zählen wir alle Massnahmen nach der Therapie eines Melanoms, also die regelmässigen Nachuntersuchungen (Follow-ups). Prinzipiell gehören auch die adjuvanten Therapien dazu. Leider sind diese beim Melanom kaum bis nicht wirkungsvoll.

zuletzt aktualisiert am 13.2.2011