Vorsorge
Risikofaktoren
Nicht alle Menschen haben das gleiche Risiko, an einem Melanom der Haut zu erkranken. Wie die untenstehende Tabelle zeigt, sind verschiedene Risikofaktoren bekannt, deren Einflussweise aber bis heute nicht bis ins Detail verstanden werden. Kaum ein anderer Tumor lässt sich so häufig mit persönlichen Verhaltensweisen in Verbindung bringen, wie es beim Melanom der Fall ist.
Der alarmierende Anstieg der Krankheitsfälle gilt als Folge des weit verbreitenden Wunsches nach Bräune. Dabei gehört übermässige Sonnenbestrahlung und Sonnenbrand zu den wichtigsten Verursachern aller Hautkrebse. Vor allem Sonnenbrände in der Kindheit (vor dem 11. Lebensjahr) scheinen einen hohen Risikofaktor darzustellen. Eine verminderte Körperabwehr (Immunsuppression) z.B. nach einer Organtransplantation, Chemotherapie oder HIV-Infektion ist ebenfalls mit einem erhöhten Melanomrisiko verbunden. Diese interessante Tatsache spricht für eine immunologische Kontrolle der Krebsentstehung. Zu den wichtigsten genetischen Risikofaktoren gehören die hellen Hauttypen. Die Zahl der Muttermale korreliert ebenfalls mit dem Melanomrisiko, da sich ca. 20% aller Melanome aus bestehenden Muttermalen entwickeln.
Umweltfaktoren: wiederholte Sonnenbrände, UV- und Röntgenbestrahlung, Immunsuppression, hohe soziale Schicht, gewisse Berufe (Flugpersonal, Arzte/Personal mit Röntgenkontakt)
Genetische Faktoren: Hauttyp I und II, viele Muttermale (>50), Melanome in der Familie, diverse genetische Krankheiten (Xeroderma pigmentosum, dysplastisches Naevuszellnaevussyndrom), grosse Muttermale (über 10-20cm im Durchmesser als Erwachsener)
