| atypische Naevi |
| Montag, den 03. November 2008 um 15:44 Uhr |
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Atypische Nävi Unter einem atypischen melanozytären Nävus (pl. Nävi) versteht man ein Muttermal, welches die Kriterien der ABCD-Regel erfüllt, aber kein Melanom ist. Es ist eigentlich ein gutartiges Muttermal, das ein leicht erhöhtes Risiko aufweist, in ein Melanom überzugehen. Die Unterscheidung zwischen einem atypischen Nävus und einem Melanom ist sehr schwierig, kann definitiv erst mikroskopisch nach operativer Entfernung des Muttermals erfolgen. Ca. 13% der europäischen Bevölkerung weisen atypische Nävi auf. Im Durchschnitt geht eines von 3000 atypischer Nävi pro Jahr in ein Melanom über. Findet man bei einem Patienten mehrere atypische Nävi, spricht man von einem "dysplastischen Nävuszell-Syndrom". Patienten mit einem dysplastischen Nävuszell-Syndrom werden in folgende Gruppen eingeteilt, damit ihr Melanomrisiko genauer bestimmt werden kann: A: keine familiäre Belastung für Melanome und atypische Nävi B: familiäre Belastung, jedoch keine Melanome in der Familie C: jemand in der Familie hat atypische Nävi und ein Melanom D1: familiäre Belastung für atypische Nävi, 1 Melanome in Familie D2: familiäre Belastung für atypische Nävi, mindestens 2 Melanome in Familie Das Risiko, ein Melanom zu entwickeln, ist in der Gruppe A am geringsten und nimmt bis D2 stetig zu. Patienten der Gruppe D2 haben ein fast 100%-iges Risiko, an einem Melanom zu erkranken. Kraemer KH et al: Dysplastic naevi and cutaneous melanoma risk. Lancet 1983 |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 30. November 2008 um 19:59 Uhr |