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Sonne

Gefahr durch Sonnenschutz?

Immer wieder verunsichern Meldungen, dass in der Sonnencrème hormonaktive Substanzen als UV-Filter enthalten sind. Was ist wahr?

Sonnenschutzpräparate enthalten meist mehrere UV-Filter in Einsatzkonzentrationen von bis zu 30% des Entproduktes. Die Substanzen konnten bei Mensch und Tier auch im Blut und Muttermilch nachgewiesen werden. Und sogar in einigen Seen, Fischen und im Trinkwasser. Seit mindestens 2001 ist bekannt, dass diese Filter bei Ratten und Zellkulturen wie Östrogene wirken. Vor allem die Kombination aus mehreren unterschiedlichen Subtanzen scheint gefährlich zu sein, weil sich die Filter gegenseitig in der östrogenartigen Wirkung verstärken.

Bei folgenden Sonnenschutzstoffen konnte eine östrogenartige Wirkung nachgewiesen werden:

Octyl-Methoxycinnamate
4-Methylbenzylidene Camphor
Benzophenon-3
Homosalate
Octyl-Dimethylpaba

Die (bei Ratten) nachgewiesene östrogenartige Wirkung ist allerdings gering, 2 Millionen mal geringer als eine Antibaby Pille. Wie jedoch diese Filtersubstanzen auf den menschlichen Körper und die Umwelt wirken, ist praktisch unbekannt. Die Labordaten können nicht 1:1 auf den Menschen übertragen werden. In Anbetracht der Gefahren der Sonne ist es aber trotzdem keine Alternative, ganz auf Sonnenschutzmittel zu verzichten. Wenn Sie aber auf diese hormonaktiven Substanzen verzichten wollen, wählen Sie eine Produkt mit diesen unbedenklichen Filtersubstanzen:

Butylmethoxy-Dibenzoylmethan
physikalische Filter (Zinkoxid, Titandioxid, ...)

zuletzt aktualisiert am 5.2.2011
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