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Chemotherapie

Unter Chemotherapie versteht man Behandlungen mit Medikamenten (sogenannten Zytostatika), die direkt die Melanomzellen zerstören sollen. Angewandt werden sie bei Metastasen (z.B. in der Haut, Lymphknoten, inneren Organe oder im Gehirn).

Leider ist das Melanom durch ein schlechtes Ansprechen auf eine Chemotherapie gekennzeichnet. Zum heutigen Zeitpunkt muss davon ausgegangen werden, dass die Chemotherapie beim Melanom rein palliativ ist. D.h. eine Heilung ist wahrscheinlich nicht möglich, jedoch können Symptome und das Wachstum der Metastasen gebremst oder gar verringert werden. Neuere Chemotherapien in Kombination mit Immuntherapien (sogenannte Immunochemotherapien) haben die Ansprechraten jedoch erhöht. Leider gibt es aber auch damit keinen eindeutigen Nachweis für eine Verlängerung der Überlebszeit der Patienten.

Es gibt mehrere Zytistatik mit einer Aktivität gegen Melanomzellen. So z.B. Dacarbacin, Temozolomid, Vindesin, Fortemustin, Cisplatin, Melphalan und Carmustin. Diese können einzeln als Monotherapie oder in einer Kombination als Polychemotherapie angewandt werden. Die Ansprechrate einer Monotherapie liegt in den vorliegenden Studien nicht über 20%, bei Polychemotherapien bis 30%.

Die besten Resultate werden mit neuen Kombinationen mit Gewebshormenen (Inferferon, Interleukin-2, Tumornekrosefaktor) erzielt, man spricht dann von sogenannten Chemoimmuntherapien. Die Ansprechraten können damit erhöht werden, jedoch scheint die Überlebenszeit dadurch nicht verlängert zu werden.


aktualisiert am 12.3.2005
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