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Sonne

Wunsch nach Ferienbräune

Ist Ferienbräune gesund und attraktiv? Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt weisse Haut als Statussymbol. Die sogenannte vornehme Blässe war den Damen manche Umständlichkeiten wert. Sie gingen nicht ohne Sonnenschirm spazieren, weil allein schon geringe Bräune und Sommersprossen als unfein galten. Man wollte sich dadurch von den Arbeitern abheben, die aufgrund ihres Arbeitsortes eine dunklere Hautfarbe hatten.

In den vergangenen Jahrzehnten kehrte sich diese Einstellung. Braune Hautfarbe stand für Schönheit, Erfolg und Gesundheit. Denn eine braune Haut hatte, wer sich Ferien, Sport oder viel Freizeit leisten konnte. Noch immer wird Bräune mit positiven Attributen assoziiert. Doch findet wieder ein Trend zur helleren Haut statt. Dessen Gründe liegen im höheren Gesundheitsbewusstsein. Sonnenbräune ist ein Zeichen einer aktiven Schutzmassnahme der Haut gegen schädigende UV-Strahlen. Deshalb ist ungebräunte Haut gesünder. Welche Farbe attraktiver ist, entscheiden bitte Sie selbst!.

Viele Leute denken immer noch, dass ein Solariumsbesuch eine gute Vorbereitung auf das Sonnenbaden sei. Diese Annahme ist falsch. In den Solarien werden hauptsächlich UVA-Strahlen eingesetzt, welche die Haut schnell bräunen, aber andere Schutzmechanismen vor den UVB-Strahlen der Sonne werden nicht aktiviert.  Dadurch ist die Haut nicht auf die Sonnenstrahlung vorbereitet, die Sonnenverträglich kann gefährlich überschätzt werden.

Nach neuesten Erkenntnissen der Wissenschaftler steigt bei regelmässigem Solarium Besuch das Risiko einer Erkrankung an einem Melanom stark an. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stufte im Jahr 2009 Solarien gemeinsam mit Zigaretten, Alkohol und Asbest in die Kategorie der am stärksten krebserregenden Faktoren ein. Von der Benutzung von Solarien wird deshalb aus dermatologischer Sicht  dringend abgeraten. Auch die körpereigene Produktion von Vitamin D ist kein Grund fürs Solarium oder Sonnenbaden. Denn die alltäglichen kurzen Aufenthalte an der Sonne reichen in der Regel aus. Alternativ wird Vitamin D durch die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmitteln aufgenommen, was viel sicherer ist.

zuletzt aktualisiert am 6.2.2011