Diagnose
ABCD Regel
Die Früherkennung (sekundäre Prävention) spielt zusammen mit dem Sonnenschutz (primäre Prävention) die wichtigste Rolle im Kampf gegen das Melanom. Im Vergleich zu anderen Krebsarten ist das Melanom ohne technische Hilfsmittel und Eingriffe gut sichtbar. Daher ist jeder aufgefordert, seine gesamte Haut regelmässig selbst zu kontrollieren. Die meisten Pigmentmale der Haut sind völlig harmlos und erfordern keine Behandlung. Diese ABCD-Regel hat sich bei der Beurteilung bewährt:
| Asymmetrie | Das Pigmentmal hat einen asymmetrische, nicht runde oder ovale Form. |
| Begrenzung | Die Begrenzung des Pigmentmals ist unscharf und verwaschen. |
| Color | Man findet mehrere Farbtöne wie braun, grau, schwarz, rot und blau. |
| Durchmesser | Das Pigmentmal ist grösser als 5mm oder in letzter Zeit gewachsen. |
Weitere wichtige Alarmsignale sind Pigmentmale, die brennen, jucken oder bluten. Wenn mehrere dieser Punkte auf eine Hautveränderung zutreffen, ist ein Dermatologe für eine genauere Untersuchung aufzusuchen. Er kann mit weiteren Tests wie z.B. der Auflichtmikroskopie (=Dermatoskopie) die Diagnose erhärten. Bei Verdacht oder Unklarheit muss man das Muttermal entfernen, denn erst dann kann unter dem Mikroskop die Diagnose gesichert werden.
Gelegentlich wird den ABCD Kriterien noch ein weiteres Kriterium E hinzugefügt und zur ABCDE Regel zusammengefasst. Dabei steht E für Erhabenheit, manchmal auch E wie Evolution (Veränderung). Diese Ergänzung ist nicht offiziell und auch nicht brauchbar, weil dieses Kriterium nicht zwischen gut und bosartigen Veränderungen diskriminiert. Z.B. sind gerade die angeboreren gutartigen Muttermale immer deutlich erhaben.
Seit 1998 empfehlen aber Dermatologen neue Kriterien für die Beurteilung durch die Patienten selbst, nämlich mit dem "ugly duckling sign" (das hässliche Entlein Zeichen). Lesen Sie mehr im entsprechenden Kapitel.
